Wissenswertes

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Steckbrief des Knonauer Amts

Bezirk AffolternKanton Zürich
Bevölkerung53'5301,5 Mio.Personen
Durchschittsalter41,641,5Jahre
Durchschnittliche Haushaltsgrösse2,42,2Pers./Haushalt
Ausländeranteil18.726,5Prozent
Bevölkerungsdichte473.4902,2Einw./km2
Beschäftigte17'1701 Mio.Personen
Arbeitsstätten3'440117’530Arbeitsstätten
Durchschnittl. steuerb.s Einkommen, nat. Pers.69'52067'100Franken

Warum der Schmetterling?

Dieses Logo drückt die Naturnähe, eine gewisse Leichtigkeit und Lebendigkeit aus. Schmetterling heisst ja auch Sommervogel passt also bestens auf die Sonnenseite – und die Form dieses Schmetterlings entspricht genau der Form unserer Region.

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Was ist der unterschied zwischen 'Bezirk Affoltern', 'Knonauer Amt' und 'Säuliamt'?

Das "Säuliamt" ist der Volksname für diese Region.

Es war bei alten Bauernhäusern im Knonauer Amt typisch, dass sich unter den Treppen kleine Schweineställe befanden, in welche die Tiere während der Nacht hineingetrieben wurden. Gesichert ist gemäss dem Affoltemer Lokalhistoriker Willy Hug, dass besonders vom Albis her Schweine nach Zürich auf den Markt transportiert wurden, die aber auch aus aargauischen Höfen stammten.

Es gibt aber auch eine "geschichtliche" Begründung:

Einst fuhr ein Bauer mit seinem Karren, auf dem ein Gatter mit einem Kalb und einer Sau geladen war, über den Albis. Die Tiere wollte er auf dem «Söimeert», dem heutigen Paradeplatz in Zürich, verkaufen. Oben auf dem Pass rutschte das Gatter mit den beiden Tieren vom Karren und sprang auf. Das Kalb rannte auf der Zürcher Seite ins Tal, während sich die Sau in Richtung Reuss und Türlersee davon machte. Seither spreche man vom „Chalberamt“ und vom „Säuliamt“.

Bezirk Affolern ist der politische Name der Region.

Knonauer Amt ist der historisch, auf der damaligen Landvogtei Knonau, begründete Name der Region, deren Landvogt auf Schloss Knonau residierte, das die Stadt Zürich zu diesem Zweck errichten hatte.

Was hat das mit dem Globi auf sich?

Die Geschichte ist gut, aber sie wäre noch um einiges besser, wenn sie auch wahr wäre.

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Robert Lips, der Globi-Zeichner, sei im Nachbarort aufgewachsen und habe sich, als er die Werbefigur für das Warenhaus Globus schuf, stark von den mittelalterlichen Malereien in der Klosterkirche Kappel inspirieren lassen.

Wer die Bilder in der Stephanskapelle der Klosterkirche sieht, glaubt die Geschichte sofort; die Ähnlichkeit ist verblüffend. Der ganze Himmel in der Kapelle ist hier voller Globis.

Schade nur, dass die Anekdote höchstwahrscheinlich nicht stimmt, wie alle Globi-Sachverständigen einhellig versichern: Lips sei gar nicht in der Nähe aufgewachsen, sondern in Zürich, und die Globi-Figur sei 1932 in einem langwierigen Prozess entwickelt worden, der sich noch heute Schritt für Schritt abbilden lasse. Lips liess Formen eines früheren Enten-Comics, Bilder eines Papageis und einer Steinfigur aus der Pariser Notre Dame in diesen Prozess einfliessen – nicht aber die Zeichnungen von Kappel, die übrigens Wappen und Helmzier (in Form von Adlerköpfen) der Gessler von Brunegg zeigen. Als Lips Jahre später auf die Malereien aufmerksam gemacht wurde, hat ihn die Sache aber doch sehr verblüfft.

Dies nachzuvollziehen, kann heute noch ein guter Grund für den Besuch der Klosterkirche Kappel sein – nebst ganz vielen andern Gründen. Kappel ist nämlich ein eindrücklicher, schlichter Bau, dessen Besichtigung sich auf jeden Fall lohnt. Auch die Geschichte des Ortes ist äusserst interessant: Das einstige Zisterzienserkloster diente nach der Reformation als zürcherisches Amtshaus, war dann Armenanstalt und ist heute ein Seminarzentrum der Evangelisch-Reformierten Landeskirche.

[Quelle: NZZ, Trouvailles, ]